Mag. Thomas Kleibl hat am 13.10.2008 seine Funktion als Vorstandssprecher der IMMOFINANZ AG angetreten, Dr. Eduard Zehetner wurde am 21.11.2008 Vorstandssprecher der IMMOEAST AG und Finanzvorstand der IMMOFINANZ AG.
In Ihrer heutigen gemeinsamen Pressekonferenz appellierten die beiden Vorstandssprecher an die Medien:
„Halten Sie in Ihrer Berichterstattung sehr streng die Vorgänge im abgelösten „System Petrikovics“ einerseits und die Aufklärungsbemühungen und Restrukturierungsarbeiten der neuen Führung andererseits auseinander.“
Aus Sicht der neuen Führung stellt sich die aktuelle Lage der Immofinanzgruppe so dar:
- Der Bond in Höhe von EUR 512 Mio., die Anleihe von der IMMOEAST AG an die IBAG ist aufgeklärt: Offensichtlich wurden mit dem Geld größtenteils Aktien gekauft, teilweise wurde in Beteiligungen der Constantia Privatbank investiert. Dort sind durch Kursverfall Verluste entstanden. Allerdings wird durch die Haftung der Constantia Packaging B.V. der Bond von dem Vorstand als werthaltig gesehen.
- Durch die Aussagen von Karl Petrikovics vor dem Staatsanwalt, die in den Medien wiedergegeben wurden, ergibt sich ein klares Bild: Karl Petrikovics hat sich nicht in erster Linie um IMMOFINANZ AG und IMMOEAST AG gekümmert, sondern unterschiedliche Interessen gegeneinander ausgespielt. Die neuen Vorstände arbeiten ausschließlich für die IMMOFINANZ AG und die IMMOEAST AG.
- Beide Vorstände haben damit begonnen, das Management, das bisher von der CPB ausgeübt wurde, in die Sphäre der Immofinanzgruppe zu überführen.
- Damit wurde das „System Petrikovics“ endgültig beendet. Jetzt gibt es klare Zuständigkeiten und eine klare und transparente Führungsverantwortung.
- Beide Gesellschaften erarbeiten einen Businessplan, der der Liquiditätssicherung und Restrukturierung dient.
- Bei Verhandlungen mit den vielen betroffenen Banken konnte in kurzer Zeit erreicht werden, dass sechs Kernbanken als Gesprächspartner etabliert wurden. Mit dieser Kernbankengruppe werden Gespräche zur Neuausrichtung geführt. Mag. Thomas Kleibl: „Wir planen bis Weihnachten einen ersten Meilenstein in der Neuausrichtung der Unternehmensgruppe zu erreichen.“
- Immobilienentwicklungsprojekte, für die keine sichere Finanzierung vorliegt bzw. deren Wirtschaftlichkeit in der gegenwärtigen Krise nicht gesichert ist, wurden bzw. werden im Interesse der Aktionäre gestoppt.
- Der Verkauf von Immobilien verläuft in aller Ruhe. Es gibt mehrere Interessenten für Objekte wie den Wiener Citytower. Beim Citytower hat die Republik Österreich ein Vorkaufsrecht, das selbstverständlich gewahrt wird. An einen Verkauf der BUWOG wird nicht gedacht.
- Mit der Sachverhaltsdarstellung von Mag. Thomas Kleibl an die Staatsanwaltschaft Wien hat die Immofinanzgruppe wesentlich zur Aufklärung aller unklaren Vorgänge der letzten Jahre beigetragen. „Wo immer wir die Behörden unterstützen können, werden wir das tun. Vor allem aber bauen wir mit den unseren Mitarbeitern und den anerkannt guten Objekten eine transparente und erfolgreiche Immobiliengruppe auf. Wir arbeiten ausschließlich und nachprüfbar im Interesse der Aktionäre der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG“, betonten Kleibl und Zehetner. „Wir vertrauen auf die österreichische Justiz, dass diese allfällige Straftaten aufklären würde. Die Aktionäre können uns vertrauen, dass wir mit aller Kraft für unsere Unternehmen arbeiten.“
|