Die IMMOFINANZ AG konnte die Ergebnisse ihres operativen Geschäfts im 1. Quartal des Geschäftsjahrs 2008/09 (1. Mai 2008 bis 31. Juli 2008) weiter verbessern. Das um Sondereffekte aus Verkäufen von Immobilien und Immobilienbeteiligungen im 1. Quartal des Vorjahrs bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) stieg im Jahresvergleich um 98,3 Prozent von 50,2 Mio. auf 99,6 Mio. Euro. Der Anstieg des Cash Flow fiel mit plus 124,4 Prozent von 43,4 Mio. Euro auf 97,4 Mio. Euro sogar noch höher aus. Beim Umsatz wurde mit plus 18,8 Prozent von 152,9 Mio. Euro auf 181,6 Mio. Euro ein sehr solider Zuwachs erreicht.
Das Gesamtergebnis wurde hingegen von Abwertungen des Immobilienportfolios bei der Tochter IMMOEAST sowie durch bilanziell wirksame, betriebswirtschaftlich aber neutrale Währungseffekte, ebenfalls bei der IMMOEAST belastet. Die gesamten Abwertungen betrugen 291,0 Mio. Euro, das EBIT sank daher von 183,0 Mio. Euro plus auf minus 190,7 Mio. Euro, beim Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) wurde ein Verlust von 119,4 Mio. Euro nach einem Gewinn von 171,3 Mio. Euro im Vorjahr verzeichnet.
Von den Abwertungen entfielen 293,6 Mio. Euro auf die IMMOEAST, davon 187,7 Mio. Euro auf wirtschaftlich neutrale Bilanzeffekte, die aus der Aufwertung der zentral- und osteuropäischen Währungen gegenüber dem Euro resultieren. Abwertungen in Höhe von 105,9 Mio. Euro erfolgten als Konsequenz steigender Marktrenditen in zahlreichen Ländern, in denen die IMMOEAST investiert. Bei der IMMOAUSTRIA blieben die Verkehrswerte konstant, in der IMMOWEST wurde ein leicht positives Neubewertungsergebnis von 2,6 Mio. EUR erzielt.
Die für die Berechnung des Portfoliowerts angewandten Marktrenditen stiegen bei der IMMOEAST gegenüber der Bewertung zum Ende des Wirtschaftsjahrs 2008/09 um etwa 25 Basispunkte, während die Renditen in den Märkten der IMMOWEST und der IMMOAUSTRIA im Wesentlichen stabil blieben. Die aus den Renditeerhöhungen resultierenden Wertverluste konnten zum Teil durch steigende Mieten in wichtigen Teilmärkten ausgeglichen werden. In einem bereinigten Jahresvergleich (berücksichtigt werden ausschließlich Objekte, die bereits im Vergleichsquartal des Vorjahrs im Portfolio waren und Erträge brachten) stiegen die Mieteinnahmen um 4,6 Prozent. Ebenfalls positiv ist der konstant hohe Auslastungsgrad, der zum Ende des ersten Quartals 93,8% erreichte.
Der innere Wert der Aktie (Net Asset Value) ging im Jahresvergleich um 0,7 Prozent von 11,30 Euro auf 11,22 Euro zurück. Der Buchwert, bei dem die Entwicklungsprojekte nicht mit Marktwerten sondern „traditionell“ mit den bisher aufgelaufenen Kosten angesetzt werden, verzeichnete ein Plus von 3,7 Prozent von 9,11 Euro / Aktie auf 9,45 Euro.
„Die IMMOFINANZ-Gruppe hat sich in diesem Quartal sehr gut gehalten“, erklärt Generaldirektor Karl Petrikovics. „Dabei haben wir im operativen Geschäft von einem im Wesentlichen sehr guten Vermietungsmarkt profitiert. |