Home | Kontakt | Impressum | Sitemap | Presse | Links

ENGLISH  |  CESKY
News

 

IMMOFINANZ AG
Gaudenzdorfer Gürtel 67
A-1120 Wien
Email
T.+43/1/532 06 39-0
F.+43/1/532 06 39-790

 

12.04.2007
IMMOFINANZ wird Folgen des Aufzugskartells gerichtlich bekämpfen

Die IMMOFINANZ AG wird über ihre Österreich-Holding IMMOAUSTRIA sowie die Wohnbautochter BUWOG/ESG die Folgen des von der EU-Kommission festgestellten und mit einer Rekordstrafe belegten Aufzugskartells bekämpfen. Ein Großteil der in Österreich bestehenden Wartungsverträge für Aufzugsanlagen stammt aus der Zeit, in der das Kartell bestand und die Preise sind dementsprechend deutlich überhöht. Dadurch kommt es noch immer zu erheblichen Kosten durch das Kartell. Ohne Gegenmaßnahmen droht das auch in Zukunft so zu bleiben. Aus diesem Grund hat die IMMOFINANZ beim österreichischen Kartellgericht einen Abstellungs- und Feststellungsantrag eingebracht, durch den die Existenz und die andauernde Wirksamkeit des Kartells nachgewiesen und dessen Fortwirken abgestellt werden soll.

„Die Kosten für die Wartung von Aufzügen sind ein wesentlicher Bestandteil der gesamten Betriebskosten“, unterstreicht Daniel Riedl, Geschäftsführer der BUWOG/ESG-Gruppe, einer Tochter der IMMOFINANZ; die mit rund 35.000 Wohnungen einer der größten privaten Wohnungseigentümer in Österreich ist. „Die Wartungskosten durch die Kartellabsprachen sind um zumindest 20 Prozent, wahrscheinlich aber noch deutlich stärker überhöht. Angesichts der durch höhere öffentliche Gebühren und steigende Energiepreise ohnehin deutlich gestiegenen Betriebskosten, ist es eine absolute Notwendigkeit, die überhöhten Aufzugskosten so rasch wie möglich auf das gerechtfertigte Maß zu reduzieren.“

Allein bei der BUWOG/ESG sind 649 Aufzugsanlagen und damit 12.500 Mieter bzw. Wohnungseigentümer von den durch das Kartell überhöhten Aufzugskosten betroffen. Der Gesamtschaden kann daher mehrere Millionen Euro betragen. Selbst bei der vorsichtigen Annahme eines Kartellaufschlags von nur 20 Prozent würden die durch das Kartell verursachten Mehrkosten je Wohnung in der Regel zwischen 40 und 75 Euro jährlich, in manchen Fällen sogar deutlich über 100 Euro liegen. „Das ist eine schwerwiegende Schädigung der Mieter und Wohnungseigentümer“, so Riedl. „Gerade im geförderten Wohnbau, in dem wir einen relative niedrigen Hauptmietzins haben, machen die Betriebskosten einen besonders hohen Teil der Gesamtmiete aus. Wir werden daher alle notwendigen und möglichen Schritte setzen, um diese unhaltbare Situation rasch zu ändern und die Kosten auf das gerechtfertigte Maß zu drücken.“

Preisvergleiche zwischen den Errichtungs- bzw. Wartungsangeboten der Kartellanten mit jenen von unabhängigen Anbietern haben bereits erhebliche Preisunterschiede aufgezeigt, wobei die Kartellpreise im Schnitt um 20 Prozent bis 50 Prozent höher lagen. Aufgrund der dominanten Marktstellung der vier das Kartell bildenden Unternehmen (Kone, Otis, Schindler, ThyssenKrupp) ist es in vielen Fällen aber kaum möglich, alternative Angebote zu erhalten.

Unabhängig von dem Verfahren beim Kartellgericht erwägt die IMMOFINANZ aber auch einen Schadenersatzprozess für die bereits durch das Kartell eingetretenen Schäden. Michael Wurzinger, Chef des Asset Managements Büro- und Gewerbeimmobilien Österreich: „Wir haben allein in Wien rund 340 Lifte, zum Teil große Anlagen um mehrere Millionen Euro wie etwa im Vienna Twin Tower von den am Kartell beteiligten Unternehmen errichten lassen, bzw. Objekte mit von diesen Unternehmen errichteten Aufzugsanlagen erworben. Es gibt zahlreiche starke Indizien, die es augenscheinlich machen, dass die Preise durch das Kartell massiv überhöht waren.

Dadurch sind die IMMOFINANZ und letztlich ihre 100.000 österreichischen Privataktionäre ebenfalls massiv geschädigt worden.“ Insgesamt ergebe sich für die IMMOFINANZ-Gruppe in Österreich durch überhöhte Errichtungs- und Wartungskosten ein Schaden im zweistelligen Millionenbereich. „Dabei sind wirklich die vorsichtigsten Annahmen getroffen und auch noch keine Zinseffekte einberechnet“, so Wurzinger.

Riedl und Wurzinger erwarten, dass der nun von der IMMOFINANZ eingeleitete Rechtsstreit eine wichtige Signalfunktion für die gesamte Immobilienwirtschaft hat. „Das Aufzugskartell ist seit Monaten eines der meistdiskutierten Themen in der Branche, daher rechne ich damit, dass sich dem Verfahren auch eine ganze Reihe der anderen institutionellen Immobilieninvestoren anschließen werden.“

 


Entwicklung der Restrukturierung der IMMOFINANZ AG und IMMOEAST AG
MEHR ...

Dr. Eduard Zehetner wird neuer Vorstandssprecher der IMMOEAST AG
MEHR ...

Mag. Thomas Kleibl informierte über die ersten drei Wochen seiner Tätigkeit als Vorstandssprecher der IMMOFINANZ-Gruppe
MEHR ...

IMMOFINANZ verkauft „Silk 7“
MEHR ...

Neue Aufsichtsratsspitze bei IMMOFINANZ AG und IMMOEAST AG
MEHR ...

Die Dividende für das Geschäftsjahr 2007/08 wird nicht ausbezahlt
MEHR ...

Konsequente Wertsteigerung durch Konsolidierung, Liquiditätssicherung und Professionalität.
Vorstandssprecher Mag. Thomas Kleibl zu seinen Zielsetzungen und zur Unternehmenssituation anlässlich seines Funktionsantritts
MEHR ...

Dr. Karl Petrikovics tritt als Vorstandsvorsitzender der IMMOFINANZ AG und der IMMOEAST AG zurück
MEHR ...

IMMOFINANZ-Ergebnisse des 1. Quartals 2008/09
MEHR ...

Stellungnahme der IMMOFINANZ /IMMOEAST-Gruppe zur Kursentwicklung
MEHR ...

IMMOFINANZ und IMMOEAST sind von der Lehman-Krise nicht betroffen
MEHR ...

IMMOFINANZ steigert operatives Ergebnis um 31,5 Prozent
MEHR ...

IMMOFINANZ AG: Nach Zustimmung durch die Hauptversammlung der IMMOFINANZ am 23. Juli 2008 beschließt auch die Hauptversammlung der IMMOEAST den Erwerb der Immobiliensparte der CONSTANTIA PRIVATBANK.
MEHR ...

Außerordentliche Hauptversammlung der IMMOFINANZ beschließt Übernahme der Immobiliensparte der Constantia Privatbank
MEHR ...

Copyright 2008 by IMMOFINANZ AG