Die Wohnbausgesellschaft BUWOG, eine Tochter der börsenotierten IMMOFINANZ wird künftig auch in erheblichem Ausmaß im Ausland tätig sein. In der Slowakei wurde bereits eine Tochtergesellschaft gegründet, in Polen wird ein Projekt mit fast 500 Wohnungen realisiert. In beiden Ländern sowie in Tschechien und Rumänien gibt es weit fortgeschrittene Verhandlungen über weitere Großprojekte.
Künftig wird die BUWOG, die so wie die mittlerweile organisatorisch weitgehend mit ihr verschmolzene Schwestergesellschaft ESG 2004 privatisiert und in weiterer Folge von der IMMOFINANZ übernommen wurde, ihre Geschäftsaktivitäten auf die gesamte Region Zentral- und Osteuropa ausweiten. Bereits im Jahr 2009 soll das Auslandsgeschäft mit dem Start von zumindest 1.000 Wohnungen die Neubauaktivitäten in Österreich übertreffen. Mittelfristig möchte die BUWOG bis zu 3.000 Wohnungen jährlich bauen.
Die BUWOG wird damit der erste österreichische Wohnbauträger sein, der in größerem Umfang auf den Wohnungsmärkten in den neuen EU-Staaten aktiv wird. „Der Bedarf an modernem Wohnraum ist in der ganzen Region enorm und die BUWOG mit ihrer großen Erfahrung im Bereich des großvolumigen Wohnbaus zu kostengünstigen Preisen ist geradezu prädestiniert, auf diesem Markt künftig eine größere Rolle zu spielen“, erklärt Daniel Riedl, Sprecher der BUWOG-Geschäftsführung.
Die BUWOG wird dabei sowohl eigene Projekte entwickeln, als auch Partnerschaften mit lokalen und internationalen Partnern eingehen. Auch die Zusammenarbeit mit der IMMOEAST, der Regionalholding der IMMOFINANZ für Zentral- und Osteuropa, eröffnet für beide Seiten gute Möglichkeiten. Zum einen kann die BUWOG über diese Kooperation auf die langjährigen Kontakte des Schwesterunternehmens zurückgreifen, zum anderen sollen auch gemeinsame Projekte durchgeführt werden. Dazu zählen etwa die Nutzung von Flächenreserven bei IMMOEAST-Projekten sowie Entwicklungsaktivitäten im Umfeld bestehender IMMOEAST-Objekte. „Die Kombination unserer spezifischen Kenntnisse im Bereich Wohnbau mit den Kontakten und lokalen Erfahrungen der IMMOEAST und ihrer Partnerunternehmen sichert uns eine ausgezeichnete Startposition“, so Riedl. Zudem ist der Wohnungsmarkt wegen der raschen Zunahme der Kaufkraft und den steigenden Ansprüchen des in der gesamten Region entstehenden Mittelstands sicher der wichtigste Wachstumsmarkt in Zentral- und Osteuropa.“
Die BUWOG wird, anders als in Österreich, keine Mietwohnungen errichten, sondern ausschließlich Projekte entwickeln, die danach als Eigentumswohnungen abverkauft werden. Riedl: „Es gibt nirgends einen nennenswerten Mietmarkt, während im Bereich Eigentumswohnungen ähnliche Preise wie in Österreich erzielt werden können. |