Home ›› Investor Relations ›› Meldungen ›› Fusion 2010

Fusion 2010

Überprüfung des Umtauschverhältnisses bei der Verschmelzung von IMMOEAST und IMMOFINANZ

Aus der Verschmelzung der IMMOFINANZ AG mit der IMMOEAST AG im Jahr 2010 ist ein Verfahren zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses anhängig. Angesichts der langen Verfahrensdauer und der damit bestehenden Rechtsunsicherheit prüft die IMMOFINANZ derzeit Möglichkeiten zur vergleichsweisen Bereinigung des Verfahrens.

Die IMMOFINANZ wurde gemäß Verschmelzungsvertrag vom 21. Jänner 2010 als übernehmende Gesellschaft mit der IMMOEAST als übertragende Gesellschaft verschmolzen. Den ehemaligen Aktionären der IMMOEAST wurden dabei gemäß dem vereinbarten Umtauschverhältnis von drei Aktien der IMMOFINANZ für zwei IMMOEAST-Aktien insgesamt 567.363.702 Aktien der IMMOFINANZ gewährt. Nach Anträgen von Aktionären beider Gesellschaften hat das Handelsgericht Wien ein Verfahren zur Überprüfung des Umtauschverhältnisses (§§ 225c ff AktG) eröffnet und ein Gremium eingesetzt. Dieses hat im April 2014 Dr. Hans Bodendorfer als Sachverständigen bestellt und mit einem Gutachten beauftragt, ob das festgesetzte Umtauschverhältnis der Sach- und Rechtslage entspricht und die angewandten Bewertungsmethoden plausibel sind.

In seinem Gutachten vom 21. August 2015 bestätigt der Gutachter die Angemessenheit des Umtauschverhältnisses nach der zu Grunde gelegten Net Asset Value Methode (NAV-Bewertung): „Die Feststellung des Umtauschverhältnisses nach der durchgeführten Plausibilitätsprüfung entspricht mit großer Wahrscheinlichkeit der Sach- und Rechtslage“. Bei der zur Plausibilisierung des Umtauschverhältnisses herangezogenen Ertragswertmethode (DCF-Methode) sieht der Sachverständige eine Inkonsistenz, die sich auf den Kapitalisierungszinssatz bezieht.

Im zurückliegenden Rumpfgeschäftsjahr wurden zu diesem Gutachten von den Parteien Stellungnahmen eingebracht und ergänzende Fragen gestellt. In der vom Sachverständigen zu den Fragen vorgelegten Ergänzung des Gutachtens vom November 2016 sind die Ergebnisse des Gutachtens bestätigt worden. Das Gremium hat sich zur geplanten weiteren Vorgangsweise noch nicht geäußert.

Entscheidungen oder Vergleiche in diesem Verfahren wirken zugunsten aller Aktionäre der jeweiligen Aktionärsgruppe (Erga-omnes-Wirkung). Falls Zuzahlungen festgesetzt werden, erhalten die Aktionäre der benachteiligten Aktionärsgruppe diese zuzüglich Zinsen in Höhe von 2% über dem Basiszinssatz ab Eintragungsstichtag (28. April 2010). Die IMMOFINANZ hat allerdings auch beantragt, statt barer Ausgleichszuzahlungen weitere Aktien gewähren zu können.

Ob Zuzahlungen zugunsten einer Aktionärsgruppe zugesprochen werden und wenn in welcher Höhe, kann derzeit nicht abgeschätzt werden.

(Aktualisiert im März 2017)

Home ›› Investor Relations ›› Meldungen ›› Fusion 2010